Grünen-Chefin Fegebank fertigt Döner

Wie Hamburger Bürger jeden Tag mit harter Maloche ihr Geld verdienen, wollte auch Grünen-Chefin Katharina Fegebank interessiert und mal richtig angepackt.

Viele Leser der „Hamburger Morgenpost“ (Mopo) hatten der Redaktion mitgeteilt, wo die Spitzenkandidatin der Grünen mal mithelfen könnte.
Die 37-jährige schaffte deshalb auf Weihnachts- und Wochenmarkt sowie in einer Döner Fabrik.
Natürlich kam zwischen Trinkfreudigen und Döner Fleischbergen auch der Wahlkampf nicht zu kurz.

Die perfekte Folterkammer für die Spitzenkandidatin der Grünen beinhaltete ganze Rinderhälften und Hackfleischberge, so die Mopo. Während ihre Partei vor kurzem noch für den „Veggie Day“ (pro Woche einen fleischlosen Tag in Mensen und Kantinen) Spott und Häme en Masse geerntet hat, macht Fegebank ein überraschtes Gesicht, als sie in Bahrenfeld die Produktionsstätte von Celik Döner betritt. „Fegebank im Fleischhimmel“, schreibt die Mopo.

Die Politikerin: „Bei mir gibt es oft Döner, ich esse gerne Fleisch. Auch wenn ich ins Stadion gehe oder direkt nach dem Sport.“ Fegebank besitzt eine Dauerkarte für Werder Bremen, die Politikerin ist natürlich in Kenntnis dessen, dass fettiges Fleisch und Fitness keine optimale Paarung sind. „Ich werde schnell schwach beim Thema Ernährung, bin aber sehr konsequent im Job“, verrät die Grüne.

Fegebank soll bei Celik Döner aber nicht die gefüllte Pita-Tasche selbst genießen, sondern dabei zusehen, wie viel harte Arbeit es macht, einen Döner Spieß herzustellen. Denn Eigentümer Ertan Celik macht den Spieß noch manuell. Fegebank stapelt dafür schichtweise Hackfleisch aufeinander, der Boss ist begeistert: „Olaf Scholz hat uns auch schon mal besucht, hat aber keinen Döner gemacht.“

Fegebank verteilt dann in der Mittagspause an die Mitarbeiter Frikadellen. „Die Grünen sind keine Verbotspartei, sondern eine Partei des Möglichmachens“, unterstreicht Fegebank. „Deshalb ist es ärgerlich, dass uns der ‚Veggie Day‘ immer noch nachhängt und uns Grüne auf etwas reduziert, was wir nicht sind.“ Zwei Monate vor der Senatswahl in Hamburg wird der Wahlkampf also auch in der Döner Fabrik nicht außen vor gelassen.

 

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